Das Adivasi-Netzwerk AMS:

Logo AMS web"Keine externe Organisation steuert das Krisenmanagement, sondern die Adivasi-Community selbst", beschreibt Dhanya das Besondere des Adivasi-Netzwerks AMS. Sie ist Ärztin am Adivasi-Krankenhaus und aktiv im Corona-Krisenmanagement-Team des AMS, das während der derzeitigen Covid-19-Pandemie die notwendigen Schritte für gute Gesundheit, gute Bildung, Ernährungssicherheit und Einkommenssicherung mit den Adivasi-Teams und zahlreichen Freiwilligen unter den Dorfbewohner/innen koordiniert.

Fast 15.000 Adivasi (Ureinwohner/innen) vernetzen sich in 320 Dörfern der Gudalur-Region in den südindischen Nilgiris-Bergen, um selbstbestimmt ihre Rechte zu realisieren und nachhaltige Entwicklung in der Region zu ermöglichen. Diese Arbeit unterstützt wir im Adivasi-Tee-Projekt seit 1994. Unser Partner ACCORD („Action for Community Organisation, Rehabilitation and Development“) begann 1986 als Initiative von 2 indischen Aktivist/innen und einem Adivasi, die Adivasi-Bevölkerung der Gudalur-Region für Landrechtsdemonstrationen zu mobilisieren. 10.000 Adivasi kamen damals zur ersten großen Landrechtsdemonstration. Aus dieser gemeinsamen Bewegung hat sich das Adivasi-Netzwerk AMS entwickelt, in dem sich bis heute kontinuierlich ca. 15.000 der ca. 22.000 Adivasi organisieren - Paniya, Mullakurumba, Bettakurumba, Kattunaicken und wenige Irula. Eigene Organisationen entstanden für Bildung, Gesundheit, Handel u.a.

Sangam-Mitglieder und Freiwillige sind in ihren ca. 300 Dörfern aktiv: Sie begleiten Kinder auf dem Schulweg, legen ein Volleyball-Feld an, reinigen Brunnen, sparen im Village Fund, bauen oder renovieren ein Gemeinschaftsgebäude, organisieren ein Fest, vermarkten Tee u.a. Produkte in Kooperativen u.v.m.

Ca. 100 Dorf-Animator/innen arbeiten für alle Belange der Adivasi in je 30-40 Dörfern: Health Animators informieren, leisten primäre Gesundheitsversorgung. Education Animators unterstützen Eltern und Schüler/innen, leiten Nachhilfe, Feriencamps und Examensvorbereitungen. Village Animators vernetzen, organisieren Demonstrationen, begleiten Anträge für Waldrechte, leisten Hilfe bei zerstörten Häusern u.v.m. Saving Coordinators, Area Accountants etc. tragen die dezentrale Arbeit.

Weitere Team- und Organisationsmitglieder tragen die Entwicklungsarbeit, bringen neue Ideen ein und neue Schwerpunkte voran: am Adivasi-Krankenhaus, an zwei Adivasi-Schulen, im Handelsnetzwerk „Just Change“, im Umweltteam The Shola Trust, auf der Adivasi-Teeplantage, im ACCORD-Büro, in den Frisbee-Trainingsgruppen etc.

Mit Gemüsegärten gegen Mangelernährung

Mangelernaehrung 1

Foto: Adivasi ernteten Bohnen (AMS)

Als der bekannte indische Umweltschützer Madhav Gadgil eine Waldsiedlung von Adivasi in den Nilgiris-Bergen besuchte, entdeckte er einen kleinen Garten mit einer erstaunlichen Vielfalt an wilden Gemüsen und Knollen und war sehr beeindruckt. Warum er all die Pflanzen gepflanzt habe, fragte er den Adivasi. "Warum? Weil ich sie brauche", antwortete der.

An diese alte Tradition knüpft die Selbsthilfe der Adivasi an, denn Mangelernährung ist bei ihnen weit verbreitet. Bereits über 1.000 Adivasi-Familien bauen in den "Gärten der Gesundheit" erfolgreich Gemüse an.

Identität und Gemeinschaft stärken

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Gesundheitsversorgung in Adivasi-Dörfern

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Das Adivasi-Krankenhaus

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Mit Ultimate Frisbee-Sport Jugendliche stärken

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Eigene Adivasi-Schulen für bessere Bildung

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Für bessere Bildungschancen in den Adivasi-Dörfern

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Für Landbesitz und Waldnutzungsrechte

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Einkommen schaffen mit Adivasi-Produkten

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Selbsthilfe in Adivasi-Dörfern

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