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Fortsetzung: die Vorteile von Lehm als Baustoff

Die Eigenschaften von Lehm:

Lehm 2Foto: vom Adivasi-Netzwerk AMS mit Lehmziegeln errichtetes Haus in den südindischen Nilgiri-Bergen (ATP)

  • Lehm ist ein regionaler Baustoff: er lässt sich ohne viel Aufwand und Energie gewinnen.
  • Lehm ist wiederverwendbar: trockener, fester Lehm kann durch Einweichen wieder geschmeidig gemacht werden.
  • Lehm kühlt: auch bei großer Hitze draußen ist es innen angenehm.
  • Lehm speichert Wärme: kühlt es draußen ab, lässt sich die Raumwärme noch lange halten.
  • Lehm reguliert die Luftfeuchtigkeit: bei hoher Luftfeuchtigkeit nehmen die Lehmwände Feuchtigkeit auf, bei trockener Raumluft gegen sie diese wieder ab.
  • Lehm bindet Schadstoffe: so ist ein gesundes Raumklima möglich.
  • Lehm ist schadstofffrei und hautfreundlich: Lehmbau braucht keine Schutzkleidung, wird im Gegenteil sogar häufig als sehr angenehm empfunden.
  • Lehm konserviert Holz: mit Lehm verkleidete Holzgerüste halten sich sehr lange.
  • Lehm wirkt abweisend gegen Schädlinge: anders als in Holz zum Beispiel nisten sich Schädlinge nicht gern in Lehm ein.
  • Lehm ist sehr stabil und belastbar: deshalb sind auch mehrstöckige Gebäude in Lehmbauweise möglich. In der jemenitischen Stadt Shibam stehen 500 Jahre alte Lehmhäuser - sie sind bis zu 30 Meter hoch.
  • Lehm ist beliebig formbar: Lehmhäuser sind rund oder eckig, die Wände glatt oder auf jede Art verziert. Die Formen der Lehmhäuser in der Stadt Dienné in Mali mit ihrem Türmchen geben hiervon Zeugnis.