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Fortsetzung: Verstaltung am 18. Mai

Worauf es bei der Hilfe laut unseren indischen Partner*innen ankommt, sind Kommunikation und Entscheidung auf Augenhöhe, Verständnis für die Bedingungen vor Ort, Bereitschaft zur Flexibilität und eine langfristige Zusammenarbeit.

Lehrer Rahul aus dem südindischen Gudalur sagt: "Die meisten Nord-Partner oder Geldgeber haben keine Geduld, die langfristigen Effekte ihrer Arbeit zu sehen. Sie geben Geld für 3 bis 5 Jahre maximal. Aber sie sollten die Beziehung für mindestens 10 Jahre eingehen, dann würden sie die Effekte bei den Menschen an der Basis und in den Dörfern sehen."

Stan, bekannter indischer Aktivist und Mitbegründer unser Partnerorganisation ACCORD sagt: "Niemand hat wirklich fertige Antworten. Aber zu viele Geldgeber glauben, dass sie das Problem kennen und auch die passende Lösung dazu haben. Die Wurzel dieser "Arroganz" ist das Gefühl, dass soziale Veränderungen erreicht werden können, wenn man nur genug Personal und Geld für das Problem aufwendet. Aber Veränderungen in drei oder fünf Jahren zu erwarten, wenn man es mit jahrhundertealten Problemen zu tun hat, ist nicht nur arrogant, sondern illusionär. Zu oft setzen wir Armut mit Hilflosigkeit gleich und meinen, alles müsste sich ändern. Selten fragen wir uns, was so bleiben kann. Es gibt so Vieles in den Adivasi-Gemeinschaften, was wir nicht ändern sollten - ihren Sinn für Gemeinschaft, ihre Naturverbundenheit etc. Was jene, die als Opfer chronischer Ungerechtigkeit in Armut leben, uns zu geben haben, müssen wir uns selbst fragen."