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Unser betterplace-Spendenprojekt

„Das größte Problem ist, dass es hier absolut keinen Platz gibt, um jemanden zu isolieren. Ein Fall breitet sich sehr schnell in einem Dorf aus“, sagt Tarsh aus Gudalur.

Ein kleines Team konzipiert und fertigt die Quarantäne-Hütten vor Ort und stellt sie nach Bedarf auf – auf dem Gelände des Adivasi-Krankenhauses sowie in Adivasi-Dörfern. Insgesamt sind etwa 20 Stück geplant. Dies ist ein Projekt von Adivasi für Adivasi, angepasst an Gegebenheiten und Bedürfnisse vor Ort:
  • Die vor Ort entwickelten Quarantäne-Hütten lassen sich leicht vorfertigen, transportieren und aufbauen. Zwei Leute bauen den Stahlrahmen in der kleinen Werkstatt im Dorf Thorapally. Im nahe gelegenen Adivasi-Dorf Aloorflechten je zwei Leute die Wände aus biegsamem Lantana-Holz in einer traditionellen Technik. Der Transport der Wände ist mit einem Pickup möglich. Ein einfaches Fundament wird angelegt. Um alles aufzubauen, braucht es lediglich vier bis fünf Personen und wenige Stunden. Dann können die Wände bei Bedarf mit Lehm oder Kalk verputzt werden.
  • Durch die individuelle Handarbeit vor Ort sind jederzeit Anpassungen möglich. Nach dem Bau des Prototyps wurde die Dachkonstruktion geändert. Fällt bei den Hütten das Dach wie bei traditionellen Adivasi-Häusern an allen vier Seiten ab, so schützt es noch besser vor dem kommenden Monsun. Auch Größe, Wände und Fenster können variieren. In der Regel sind die Quarantäne-Hütten mit zwei Räumen knapp 20m² groß.
  • Der Bau ist dabei ausgesprochen nachhaltig. Das Holz der Lantana-Pflanze ist zum einen ein nachwachsender Rohstoff vor Ort, zum anderen ist es umweltfreundlich, Lantana-Holz zu schlagen. Denn als ortsfremde invasive Pflanze hat sich Lantana so stark in den Wäldern ausgebreitet, dass es Flora und Fauna schädigt. Tarsh Thekaekara und ein Adivasi-Team arbeiten seit seit einigen Jahren daran, mit der Herstellung von Lantana-Produkten einigen Adivasi ein Einkommen zu schaffen. 
  • Die Nutzung ist lange und flexibel möglich. Die Lantana-Stahl-Lehm-Wände können trotz des jährlichen Monsuns zehn Jahre halten. Werden die Hütten nicht mehr als Quarantäne-Stationen gebraucht, können sie anderweitig genutzt und bei Bedarf auch versetzt werden.
  • Die Kosten pro Quarantäne-Station sind günstig. Tarsh Thekaekara: „Das Adivasi-Krankenhaus hatte eine ähnliche Quarantäne-Station von einem Partner aus Chennai erhalten – für das Sechsfache unserer Kosten. Unsere eigene Konstruktion ist so preisgünstig, weil alles direkt vor Ort entsteht und leicht ist.“