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Fortsetzung: aktuelle COVID-19-Fälle bei Adivasi

"Ich denke, in den nächsten Wochen werden wir mehr COVID-19-Infektionen in den Adivasi-Dörfern bekommen", meint die Ärztin Dhanya Mitte April 2021. Sie arbeitet am Adivasi-Krankenhaus in der Kleinstadt Gudalur in den südindischen Nilgiri-Bergen.

"Es ist ziemlich sicher, dass das COVID-19-Virus in jede Ecke kommen wird", sagte Stan T., Mitbegründer unser Partnerorganisation ACCORD, bereits zu Beginn der Pandemie.

Mit dem Auftreten der Mutationen des COVID-19-Virus könnte dies nun der Fall sein.

Das Adivasi-Krankenhaus hat sich nach besten Kräften auf die Pandemie eingestellt. Wie gut das kleine Krankenhaus mit einer kleinen COVID-Station, mit vier Beatmungsgeräten und einer Quarantäne-Station für acht Personen steigenden Infektionszahlen gerecht werden kann, ist offen.
Neben den gesundheitlichen Problemen gibt es seit Beginn der Pandemie aber noch viele andere Schwierigkeiten zusätzlich zu bewältigen: Schulen sind landesweit seit über einem Jahr geschlossen, regelmäßiger guter online-Unterricht eine Utopie für die meisten Adivasi, sofern er überhaupt angeboten wird. Familien verlieren Arbeit und Einkommen ohne eine staatliche Grundsicherung. Die landwirtschaftlichen Produkte der Adivasi können schwerer vermarktet werden. Selbst die Ernährungssicherung wurde vor allem während des Lockdowns zu Beginn der Pandemie ein echtes Problem. Die Adivasi treffen die gesundheitlichen und sozioökonomischen Pandemie-Folgen besonders hart.

"Die Frage ist, wie wir die Krise managen", betont Stan T.

"Zum Glück ist die verantwortliche Beamte für den Nilgiri-Distrikt sehr engagiert", informiert uns Mari T. aus Gudalur. "Sie hat angerufen und volle Unterstützung der Regierung zugesagt: Diese schickt jetzt im Mai zwei Impfteams in unsere acht in der Region verteilten AMS-Zentren, um zu vermeiden, dass die Menschen aus den Dörfern für Impfungen oder Behandlungen extra nach Gudalur reisen müssen."

Seit dem 1. Mai können in Indien alle ab 18 Jahren geimpft werden, bis dahin waren COVID-19-Impfungen den über 45-Jährigen vorbehalten. Das Gesundheitsteam der Adivasi ist bereits geimpft.

Lesen Sie hier, wie unsre indischen Partner*innen die Corona-Pandemie und ihre Folgen bewältigen.

Lesen Sie hier, wie unsere indischen Partner*innen im Adivasi-Netzwerk AMS aktuell aktiv sind.
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