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   Ein Adivasi-Haus in Deutschland

  Besichtigen Sie unser Adivasi-Haus im Pfälzer Wald

     

Adivasi-Haus-in-Deutschland

 

Unser originalgetreues Adivasi-Hauskönnen Sie bei einem Spaziergang auf dem Taubensuhl im Pfälzer Wald bei Landau besichtigen.

In Größe, Gestaltung und Baumaterialien hielten wir uns eng an reale traditionelle Adivasi-Häuser in den südindischen Nilgiris-Bergen und verwendeten Baumaterialien aus der lokalen Natur: Lehm und Haselnussruten (statt Bambus). "Wasser, Holz und Lehm, mehr braucht der Mensch nicht zum Siedeln, in den Nilgiris-Bergen genauso wie im Pfälzer Wald", sagt der Förster und Waldpädagoge Siegfried Weiter.

Unser Adivasi-Haus besteht aus einem etwa 10 m² großen Raum - Wohnrealität für viele Adivasi-Familien in der südindischen Gudalur-Region. Doch wieviel Wohnraum ist nachhaltig? Was brauche ich zum Leben? Was gibt die Natur den Adivasi zum Leben, was gibt sie uns? Fragen, zu denen wir mit dem Adivasi-Haus anregen wollen. 

 

   Wir bauen mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen an unserem Adivasi-Haus im Pfälzer Wald

     

Bau-am-Adivasi-Haus 

 

Wir führen Seminare in der Waldwerkstatt Taubensuhl durch.

Regelmäßig führen wir ein mehrtägiges Seminar in der Waldwerkstatt Taubensuhl durch, zu welcher das von uns und Adivasi gebaute Adivasi-Haus gehört. Teilnehmen können alle Interessierten jeder Altersstufe. Alle zwei Jahre wirken südindische Adivasi mit. Das Adivasi-Haus ist sowohl Ort als auch Thema unserer Bildung für nachhaltige Entwicklung. Mit den Reparaturen am Adivasi-Haus lässt sich Lehm als ökologischer Baustoff ganz praktisch entdecken. Lehm ist ein angenehmer Baustoff und die Arbeit im Freien macht Spaß. Wir informieren über das Leben von Adivasi in Südindien, unsere Partnerschaft mit dem Adivasi-Netzwerk AMS und unsere Bildungs- und Projektarbeit. Wir entdecken auf Wanderungen den Pfälzer Wald und thematisch die Natur als Lebensgrundlage für Adivasi und uns.

Unter "Teilnehmen" erfahren Sie die nächsten Termine. Oder fragen Sie uns.

     

 Klassenfahrt

   Wir führen entwicklungspolitische Klassenfahrten in der Waldwerkstatt Taubensuhl durch.

Für Schüler/innen der fünften bis achten Klasse gestalten wir eine mehrtägige Klassenfahrt zum Thema "Leben mit und von der Natur bei Adivasi und uns" bauen die Schüler/innen in Kleingruppen am Adivasi-Lehmhaus, entdecken im Wald dessen ökogologische, soziale und wirtschaftliche Bedeutung, lernen mit einer Stationen-Ralley den Alltag einer Adivasi-Familie kennen, erwandern die "Weltreise" einer Jeans auf ihrem Produktionsprozess, erkundeten ihren ökologischen Fußabdruck und beschäftigten sich mit Alternativen für einen nachhaltigen Lebensstil und mit Fairem Handel. Zum Freizeitprogramm gehören eine Wald-Nachtwanderung, Grillen am Lagerfeuer, Fußball und Spiele, Kino und Klassendisco in der Waldwerkstatt.

Wenn Sie mit uns eine Klassenfahrt organisieren möchten, nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns.

     
   

Unser Video "Ein Haus aus Lehm" erklärt die Technik des Lehmbaus am Adivasi-Haus (6 min):

damit Sie beim Bau des Adivasi-Hauses im Pfälzer Wald mithelfen oder eigene Lehmbau-Projekte durchführen können.

Zum Abspielen klicken Sie auf das Dreieck im Video-Bild. Sie können das Video im Vollbildmodus anschauen, wenn Sie danach auf das Rechteck rechts im Video-Bild klicken.

     

  So wohnen Adivasi in den südindischen Nilgiris-Bergen

     

Adivasi-Lehmhaus 

 

Dieses Lehmhaus steht in den südindischen Nilgiris-Bergenund gehört einer Familie der Kattunaicken-Adivasi. Gebaut wurde es in traditioneller Bauweise: Das Gerüst aus Bambusstangen, die Wände aus einem Bambusgeflecht und verkleidet mit Lehm, das tiefe Dach mit Gras gedeckt. Ein traditionelles Lehmhaus braucht Pflege. Regelmäßig müssen Risse in Fußböden und Wänden ausgebessert werden, ein Mal jährlich werden größe Schäden an Haus und Dach repariert.

Das Haus ist bestens an die klimatischen Bedingungen angepasst: Der Lehm hält den Innenraum im Sommer kühl und in der kühlen Regenzeit warm. Das tiefe Dach spendet Schatten. Auf der hohen Veranda sitzt man auch bei starken Regenfällen trocken. Lehm und der mit getrocknetem Kuhdung verkleidete Fußboden halten Schädlinge fern.

     

Adivasi-Haus-von-Shanta-1

 

Das Leben der Adivasi verändert sich. Während ein Teil der Adivasi in traditionellen Wald-Dörfern lebt, v.a. die Kattunaicken-Adivasi, leben andere Adivasi außerhalb des Waldes in Dörfern und manche auch in Kleinstädten. Zum Dach decken nutzten die Adivasi traditionell ein bestimmtes Gras, dieses steht ihnen aber heute kaum mehr zur Verfügung. Reisstroh ist nur ein minderwertiger Ersatz und so braucht es eine Dachdeckung. Wer sich keine Dachziegel leisten kann, benutzt Wellblech und Planen.

Bis zu zehn Personen einer Adivasi-Familie leben zusammen in einem Haus. Verständlich, dass unter diesen Wohnverhältnissen Krankheiten wie Tuberkulose befördert werden und sich die Adivasi für bessere Wohnverhältnisse engagieren. Damit meinen die Adivasi ein gutes Dach, einen separaten Kochbereich, einen Rauchabzug, Wände, die in der Regenzeit wärmen und im Sommer kühlen, und gern zwei Wohnräume.

     

Mullakurumba-Lehmhaus

 

Unsere indischen Partner/innen, das Adivasi-Netzwerk AMS, engagiert sich für bessere Wohnverhältnisse. Sie bauten Rauchabzüge in etliche Adivasi-Häuser ein. Adivasi wurden als Architekten ausgebildet und bauen Wohnhäuser für Adivasi aus Lehmziegel, die sie selbst herstellen.

Sie reichern die Lehmziegel mit nur 5% Zement an und bauen damit ökologisch nachhaltig. Lehm ist ein ökologischer Baustoff und befördert ein gesundes Wohnklima. Lehm ist ein regionaler Baustoff, der sich ohne viel Aufwand und Energie gewinnen lässt. Lehm ist sehr stabil, belastbar und dabei beliebig formbar. Lehm kühlt bei Hitze die Innenräume und speichert bei Kälte Wärme. Lehm reguliert die Luftfeuchtigkeit. Lehm wirkt abweisend gegen Schädlinge und bindet Schadstoffe. Lehm ist schadstofffrei und hautfreundlich. Lehmhäuser gibt es weltweit - in Deutschland kennen wir vor allem die Fachwerkhäuser. 

     
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